Zukunft des Zechengeländes Niederberg-Süd ist in Planung

In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 08.07.2026 wurde der aktuelle Stand zur Zukunft es Zechengeländes Niederberg-Süd vorgestellt. Der Stand sieht in verkürzter Darstellung wie folgt aus:

  • Ein erster Planungsentwurf zum ISEK wurde beschlossen und umfasst neben dem Zechengelände auch das Hochhaus und den Klingerhuf.
  • Die Fläche der Zeche wurde von der Stadt erworben.
  • Für die Flächen nördlich der Niederrheinallee hat die RAG Immobilien einen Schadensersatz für noch nicht erfolgte Sanierungsmaßnahmen auf den Flächen in Höhe von 2,5 Mio. € bezahlt.
  • Das Fördergerüst in östlicher Richtung wird abgerissen, das ist westlicher Richtung saniert.
  • Das integrierte städtische Entwicklungskonzept (ISEK) ist die Grundlage für die Beantragung von Fördermitteln. Die einzelnen Bausteine nehmen langsam Form an.
  • Ein Grundsatzbeschluss zur Sanierung des Vereinsheims Klingerhuf wurde trotz unklarer Sanierungs- und dauerhafter Betriebskosten schon gegen die Stimmen der SPD beschlossen. Aus unserer Sicht fehlt hier noch die Klarheit.
  • Das Konzept für die Gestaltung von Grünflächen, Plätzen und Wege wurde entwickelt und vorgestellt.
  • Ein Einzelhandelsentwicklungskonzept wird in Auftrag gegeben, um den Bedarf an Einzelhandel in Neukirchen-Vluyn zu ermitteln. Davon hängt ab, ob auf der Fläche Niederberg-Süd auch Einzelhandel eingeplant werden soll.
  • Völlig unklar ist die zukünftige Nutzung der alten Zechengebäude. Hier hofft die Stadt auf Ideen von Investoren. Die SPD hat hier einen Architekturwettbewerb vorgeschlagen, um sich auf der Basis möglicher Ideen selbst eine Meinung zu bilden. Dies ist erstmal vertagt worden.
  • Im September soll ein Beschluss gefasst werden, auf welcher Planungsbasis die Stadt Förderanträge stellen will.

Erstmalig hat die Politik in der Sitzung eine grobe Schätzung der Gesamtkosten vorgestellt bekommen, wobei noch nicht alle Maßnahmen kalkuliert sind. Der aktuelle Kostenplan sieht Investitionen (ohne alte Zechengebäude) von ca. 15 Mio. € vor. Der Eigenanteil nach Abzug von Fördermitteln könnte bei ca. 6 Mio. € liegen. Angesichts vieler anderer Projekte in der Stadt (z.B. Sanierung Freizeitbad, Turnhallen, Neubau Turnhalle) ist unklar, ob unser Haushalt das hergibt. Die nächsten Haushaltsberatungen sind abzuwarten. Wir werden weiter berichten.

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