Ratsmehrheit lehnt SPD-Antrag auf die Einrichtung eines Arbeitskreises ab
Unser Freizeitbad soll für über 13 Mio. € saniert und fit gemacht werden für die nächsten Jahrzehnte. Hier ist es gelungen, einen außerordentlich hohen Förderbetrag von 6,1 Mio. € aus dem Bundes-Sondervermögen nach Neukirchen-Vluyn zu holen. Die Sanierung ist dringend notwendig, wie ein aktuelles Gutachten zeigt. Die drohende Schließung konnte mit den Fördermitteln abgewendet werden. Nun müssen Planungs- und Ingenieurunternehmen beauftragt werden, die bislang grobe Planung konkret auszuarbeiten. Dieser Schritt ist erst für das Jahr 2027 nach Genehmigung des Haushaltes vorgesehen. Hier hat die Idee der SPD-Fraktion angesetzt, nochmal mit den Hauptnutzern des Bades wie z.B. Schulen, Kitas und Vereinen ins Gespräch zu kommen über Optimierungsansätze im Rahmen der Sanierung. Dazu wäre eine Zeitspanne von 3-4 Monaten verfügbar gewesen. Die aktuelle Planung sieht nämlich nicht nur eine Sanierung vor, sondern greift auch in die Badstruktur ein. So soll das Hauptbecken eine Bahn verlieren. Zusätzlich ist ein Lehrschwimmbecken mit Hubboden geplant. Der nicht sehr attraktive und zu kleine Kunststoff-Kleinkind-Bereich soll ersetzt werden. An die Stelle des oft überfüllten Kleinkindbeckens soll ein Spraypark entstehen. Das Bistro wird verkleinert und der Eingang umgestaltet.
Wir hätten uns gewünscht, das neue Konzept nochmal auf den Prüfstand zu stellen. Dabei geht es nicht um die Gebäudesanierung und den Einbau eines Edelstahlbeckens. Sondern um Fragen, ob 6 Bahnen nicht doch besser sind, die geplanten Kleinkindbereiche nicht attraktiver gestaltet werden können oder ob die Sauna nicht einen Zugang zum Bistro bekommen könnte. Es wäre auch möglich, einen Hubboden im Hauptbecken einzubauen und das Kleinkindbecken größer zu machen. Auch die Konzeption der Energieversorgung zusammen mit den Schulen hätte diskutiert werden können. Leider hat die Ratsmehrheit unseren Antrag abgelehnt. Jetzt werden uns fertige Ergebnisse durch die Verwaltung präsentiert, die nach Beginn der Planung nicht mehr geändert werden können. Leider eine verpasste Chance.
